Fenchel

Fenchel


weitere Namen

Brotsamen, Enis, Femis, Fenikl, Fenis, Fenkel, Fenköl, Finchel, Frauenfenchel,

anteum foeniculum L


Rezepte und Wirkung

Der Fenchelsamen, Fructus Foeniculi, ist offizinell, Fenchel hat dieselben Eigenschaften wie Anis, wirkt reizend und blähungstreibend. Fenchel ist Bestandteil von Eröffnungs- oder Gesundheitstee (zB. Fenchel-Tee), welche die Poren öffnen und Krankheit austreiben soll. Er gehört auch zu den 4 größeren erwärmenden Samen (Anis, Kümmel, Pfefferkümmel, Fenchel).

Fenchel erregt den Appetit und ist wohltuend für den Magen. Er fördert die Milchbildung und ist unterstützend während der Menstruation.

Der Fencheltee ist ein gutes Rezept gegen Blähungen, Brust und Verdauungsbeschwerden. Hierfür 1 Teelöffel 5-10 Minuten in Milch kochen und warm trinken.

Gegen Entzündungen der Brust empfiehlt es sich in Milch abgekochte Fenchelblätter aufzulegen



Aus Kräuterbüchern:

„Fenchel gegessen, stärkt den Magen, macht gute Verdauung, treibt die Winde, mehrt die Milch, reinigt von schlechten Säften und bekommt dem Gesicht wohl. Fenchel in Wein gesotten und getrunken ist gut für allerlei Leiden der Nieren und Blase, vertreibt den Stein, hilft denen, die mit Rot harnen, reinigt die Monatszeit, ist gut der Milz und Leber, verteilt geronnenes Blut im Inneren. Fenchelsamen zerstoßen mit warmer Milch gemischt und den Säuglingen zu trinken gegeben, bekommt ihnen gut (ganz jungen Kindern, die die Mutterbrust nicht haben, wird die Milch mit Wasser, darin Fenchel abgesotten ist vermischt. Die Wurzel in Wein gesotten und diesen getrunken, ist den Wassersüchtigen und Krampfleidenden sehr dienlich. Der Saft von Kraut und Stängel ausgepresst, ist den trüben Augen ersprießlich, abends und morgens darein getan. Auch ist es gut, wenn man nüchtern Fenchel kaut und den Atem mit der Hand in die Augen leitet und hernach mit dem gekauten Fenchel die Augenlieder bestreicht. Für schwärende Brüste siede man Fenchelwurzel in Wasser oder Wein bis sie weich wird und lebe sie dann lauwarm über. Wenn man das Kraut stößt und die Bienenstöcke damit bestreicht so bleiben die Bienen gerne darinnen.“

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